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Ratgeber · Gastronomie

Eigene Website für Gastronomie: was wirklich gebraucht wird und was nicht

LESEZEIT ~6 MIN · STAND 08/2026

Ein Gast, der abends sucht, will drei Dinge wissen: was es gibt, wann geöffnet ist und wie er hinkommt. Alles andere auf einer Gastronomieseite ist Beiwerk. Wer diese drei Punkte innerhalb von zehn Sekunden beantwortet, hat den Tisch so gut wie vergeben.

Trotzdem sehen die meisten Seiten anders aus: großes Bild, Begrüßungstext, und die Karte liegt als PDF hinter zwei Klicks.

Die Karte gehört auf die Seite, nicht ins PDF

Ein PDF öffnet auf dem Telefon langsam, lässt sich schlecht lesen und wird von Suchmaschinen nur halb erfasst. Wer nach einem Gericht sucht, findet ein PDF selten.

Als Text auf der Seite passiert das Gegenteil: die Gerichte sind lesbar, kopierbar und auffindbar. Der Aufwand ist einmalig, die Pflege danach ist eine Zeile ändern statt ein Dokument neu bauen.

Öffnungszeiten an einer Stelle

Öffnungszeiten stehen bei den meisten Betrieben an vier Orten: auf der eigenen Seite, im Kartendienst, in Portalen und an der Tür. Sobald sie voneinander abweichen, glaubt der Gast dem, was er zuerst findet, und steht vor einer geschlossenen Tür.

Die Lösung ist unspektakulär: eine Quelle pflegen und die anderen daran angleichen, besonders vor Feiertagen und im Urlaub.

Zur Domain

germanlocation.com steht zum Verkauf

Zwei geläufige englische Wörter, vierzehn Zeichen, kein Bindestrich. Passend für ein Verzeichnis, eine Buchungsplattform oder einen Betrieb, der Locations vermittelt. Der Verkauf umfasst alle Adressen unter der Domain.

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Warum die Adresse einem selbst gehören sollte

Viele Betriebe haben ihre Seite über einen Anbieter, der die Adresse stellt: eine Unteradresse auf dessen Plattform. Das ist billig und schnell, hat aber einen Haken. Wenn der Anbieter aufhört, ist die Adresse weg, und mit ihr alles, was jemals darauf verlinkt hat.

Genau das ist bei dieser Domain passiert. Sie war früher eine solche Plattform; die Betriebe darunter hatten ihre Auftritte auf Unteradressen, und als die Registrierung auslief, liefen alle diese Adressen ins Leere. Die Gäste, die weiterhin danach suchten, fanden nichts mehr.

Eine eigene Domain kostet im Jahr weniger als ein Abendessen zu zweit. Sie bleibt bei einem Anbieterwechsel bestehen, und man kann sie mitnehmen, wenn der Betrieb umzieht oder die Technik gewechselt wird.

Was man sich sparen kann

Bildergalerien mit dreißig Fotos, automatisch startende Musik, aufwendige Animationen: nichts davon bringt einen Gast an den Tisch. Vier gute Bilder reichen, und sie sollten das Essen zeigen, nicht die Bestuhlung.

Ein Reservierungssystem lohnt erst, wenn das Telefon tatsächlich zum Problem wird. Bis dahin ist eine gut sichtbare Nummer schneller für beide Seiten.

Der Test in dreißig Sekunden

Öffnen Sie die eigene Seite auf dem Telefon, im Mobilfunknetz statt im WLAN. Zählen Sie, wie viele Sekunden bis zur ersten lesbaren Zeile vergehen, und wie viele Klicks bis zur Karte nötig sind.

Wenn es länger als drei Sekunden und mehr als einen Klick dauert, verliert man Gäste, bevor sie überhaupt gelesen haben, was gekocht wird.